Bei Biokraftstoffen handelt es sich um flüssige oder gasförmige Kraftstoffe, die zum Betrieb von Verbrennungsmotoren eingesetzt werden können. Hergestellt werden sie aus Biomasse, d.h. entweder Ölpflanzen, Rüben, Holz o.ä. Dies verleiht den Biokraftstoffen auch ihren Namen. Die vorangestellte Silbe “bio” deutet daher nicht etwa auf einen ökologischen Ursprung hin, sondern lediglich darauf, dass die Inhaltsstoffe des Kraftstoffs aus biologischem Material bestehen.
Biokraftstoffe haben gegenüber konventionellen Kraftstoffen wie Benzin, Diesel oder Erdgas den Vorteil, dass für ihre Herstellung keine fossilen Brennstoffe zum Einsatz kommen. Für die Produktion werden lediglich nachwachsende Rohstoffe genutzt. Dies macht die Biokraftstoffe gegenüber den herkömmlichen wesentlich umweltfreundlicher und nachhaltiger. Klassische Verbrennungsmotoren können ohne großen Aufwand auf den Gebrauch von Biokraftstoff umgerüstet werden. Auch eine Mischung aus Benzin oder Diesel mit einem Biokraftstoff ist zum Betrieb eines Verbrennungsmotors möglich.
Da Biokraftstoffe eine ähnliche Energiedichte haben wie herkömmliche Kraftstoffe muss bei dem Wechsel zum Gebrauch von Biokraftstoffen nichts an Reichweite der Fahrzeuge eingebüßt werden. Dies macht die Biokraftstoffe ohne Frage konkurrenzfähig gegenüber den konventionellen. Leider ist jedoch der Ölpreis aktuell auf einem sehr niedrigen Stand, was zur Folge hat, dass der Einsatz von Biokraftstoffen vielerorts nicht rentabel ist und nach wie vor auf herkömmliche Kraftstoffe zurückgegriffen wird. Wohl wissend, dass diese einen negativen Einfluss auf das Klima haben. Zurzeit machen Biokraftstoffe nur einen kleinen Anteil des Marktes aus.
Ecoenergy beschäftigt sich seit 2010 mit der Thematik der Biokraftstoffe. Wir haben eine langjährige Kooperation mit der Firma VWP-Europe (Vereinigte Werkstätten für Pflanzenöltechnologie) in Bayern. Im Hauptsitz von VWP-Europe wurden unsere Techniker für den Umbau von Dieselmotoren auf Pflanzenölbetrieb geschult.
Im Hauptsitz von Ecoenergy, 28 Kilometer von der Stadt Pucallpa, hat die Firma schon ein Teil der Agrarfläche mit der Ölpflanze Jatropha Curcas bebaut. Das Öl der Jatropha wird im angepassten Dieselgenerator der Firma getankt und dient als unterstützende Stromquelle für die Firmenaktivitäten (Hauptlast der Stromversorgung übernimmt das PV-System). Die PV-Pflanzenölgenerator Kombination
ist nach Ansicht der Firma die beste Lösung für autarke Systeme vor allem für Gemeinden in der Amazonas Region die keinen Zugang zum zentralen Stromnetz haben.

